1.) Unsichere Waffenhandhabung! Oder doch nicht?
Unsichere Waffenhandhabung! Oder doch nicht?
Plötzlich liegt eine Waffe am Boden, entsetzte Blicke der Umstehenden. Große Unsicherheit - was ist zu tun? Anhand von 3 Beispielen soll die Situation im Regelwerk erklärt werden.
Beispiel 1:
Einem Schütze fällt während des Briefings die Waffe aus dem Holster (hängengeblieben, herausgestossen, etc.).
Beispiel 2:
Ein Schütze verliert die Waffe aus dem Holster nach Beendigung des Parcours (nach dem Kommando -Sicherheit vorhanden!") während der Trefferaufnahme.
Beispiel 3:
Ein Schütze verliert die Waffe (egal ob geladen oder ungeladen, aus dem Holster oder aus der Hand) während des Parcours (Sturz, Stolpern, etc.).
Auswirkungen und Folgen:
Beispiele 1 & 2:
Der Schütze verständigt den Range-Officer, der RO versorgt die Waffe unter Einhaltung der Sicherheitsregeln.
Eine eventuelle Überprüfung der Ausrüstung des Teilnehmers (Holster-Test) ist gerechtfertigt. Sonst keine weiteren Sanktionen. Achtung:
Hebt der Schütze seine Waffe selbst auf, fällt das unter unsichere Waffenhandhabung und ist eindeutig mit Disqualifikation zu ahnden.
Beispiel 3:
Das ist ein klarer Fall - unsichere Waffenhandhabung - Disqualifikation.
Wenn Ihr Fragen und Anregungen
zu Regelfragen habt, schreibt uns unter IPSC-Austria, A-9582 Latschach, Dorfstraße
36 b / 3 - 4
oder email an Hans
Kurz .
Da es in der letzten Zeit einige Aufregung um die sogenannte "Mindest-Schußentfernung" gab, möchte ich hier einige erklärende Worte zu diesem Thema abgeben.
Immer wieder werden von Schützen solche Mindest-Schußentfernungen als nicht Regel konform abgewertet. Dem muß ich an dieser Stelle vehement widersprechen. Im Bezug auf Sicherheit sind unsere Regeln eindeutig (Regelnummer 3.01, 3.02, 3.04, 4.09 ): "Safety first!" und somit sind alle Maßnahmen, welche der Sicherheit des Schützen und des Kampfrichters dienen, als Regel konform anzusehen. Dies gilt ebenso für die Begrenzung des Schußwinkels (Verschärfung der 90 Grad Regel), die Begrenzung der Höhe durch den Wall im Freien und einiges mehr.
Wir haben als Empfehlung eine Mindest-Schußentfernungen von 10m für (ungeschützte) Stahlziele angegeben. Wir wissen alle aus eigener Erfahrung, daß selbst diese Entfernung noch zu wenig sein kann. Wenn dann ein Veranstalter gewisse Entfernungen aus Sicherheitsgründen vorschreibt, sollten die Schützen über diese Punkte nachdenken, bevor sie das Regelwerk zitieren. Bei Level I und Level II Matches können diese Entfernungen durch Feuerlinien oder Begrenzungslinien realisiert werden um den weniger geübten Schützen das unbeabsichtigte Annähern an eine Scheibe zu erschweren.
|
Da im IPSC-Sport immer nur auf den Besten
der DIVISION (Open, Standard, etc.) und nicht auf den Besten der Klasse (Damen,
Senior, etc.) gerechnet wird ist hier ein Beispiel angeführt um die Unterschiede
zu erklären und eventuelle Unstimmigkeiten zu lösen. Seht euch die einzelnen Ergebnisse an und vergleicht selbst. Original Ergebnis Overall eigene Damenwertung in der Revolverklasse |