13 goldene Regeln für den Parcouraufbau

1. Sicherheitsabstände

Beim Aufbau auf die entsprechenden Sicherheitsabstände achten, > 10m für Stahlziele und > 1m auf Scheiben (von der Mündung). Achtung bei Schußkästen. Auf die entsprechende Abdeckung achten.

2. Schußwinkel

Vor allem bei Laufparcours auf den Schußwinkel achten, sodaß beim vorbeilaufen keine Gefährdungen entstehen. (90° Regel) Keine Scheiben im 90° Winkel zur Laufrichtung aufstellen, immer leicht schräg stellen (vor allem hinter Barrikaden). Beim aufstellen der Scheiben auch Fehlschüsse einkalkulieren, nicht jeder Schütze trifft das Ziel (Abpraller, Schüsse in die Wand, Treffer auf dahinter stehenden Scheiben und Zielen).

3. Scheiben

Keine Scheiben direkt übereinander anbringen. Immer eine Hardcover- oder NoShoot- Zone dazwischen anbringen. (Leichtere Trefferauswertung und für den Schützen leichter zu beschießen.)

4. Schußanzahlen

Nicht mehr als 9 Schuß pro Position. Alles Abdecken soweit möglich. Alle Möglichkeiten ausprobieren, Schützen sind erfinderisch im suchen von Schußpositionen. Alle Löcher und Softcover Barrikaden prüfen. (z.B.: Unten durch, oben drüber, seitlich vorbei, etc.)

5. Barrikaden

Keine Stahlabdeckungen verwenden. Am besten Holz mit einer Abdeckung verwenden (bei rauher Oberfläche). Öffnungen gegen den Gasdruck sichern (vor allem bei Plastik-, Kartonwänden). Gut gegen verschieben sichern. Stabil Ausführen (gegen umrennen) ; Fehler in der Schießstandeinrichtung sind immer mit reshoot verbunden und geben dem Schützen Gelegenheit zu taktieren.

6. Schießhaltungen

Werden durch bauliche Maßnahmen erreicht; z.B. Öffnung am Boden für liegend Position oder einen Koffer für schußstarke/schwache Hand.

7. Positionen

Gut sichtbare Begrenzungen anbringen, groß genug für alle Schuhgrößen und Schießhaltungen. Nach Möglichkeit keine Hindernisse zum hineinsteigen für die Begrenzung verwenden (Autoreifen, Bahnschweller, etc). Barrikaden mit Begrenzungslinien versehen (zwingen den Schützen hinter die Barrikade).

8. No Shoot (NS) und Hardcover (HC)

Immer sparsam aufstellen als Sichtschutz und Blenden, weil frei stehende NS/HC selten kontrolliert werden. Besser ist die NS/HC direkt neben den Scheiben zu plazieren. HC nach Möglichkeit aus Holz oder Stahl (Vorsicht beim aufstellen. Mindestentfernung 10m wie bei Stahlzielen; Splitter!).

9. Bewegliche Scheiben

Bei beweglichen Scheiben immer genügend Standziele dazustellen um nicht eine „Einheitszeit" zu bekommen. Nicht jeder Schütze schießt den Ablauf so wie ihn sich ein Parcourbauer vorgestellt hat.

10. Startpositionen

Bei komplizierten Startpositionen die Ziehbewegung des Schützen mit einbeziehen. Gefährdung des Schützen und des Kampfrichters möglich (Waffe eventuell ablegen lassen oder Waffe erst ab einer Linie ziehen lassen, etc.). Keine „Gewaltpositionen" erfinden. Einfacher ist oft schwieriger. Denkt auch an nicht so erfahrene Schützen.

11. Linkshänder

Bei den Parcours auch auf die Linkshandschützen achten. Barrikaden, Wände, Auslöser, Startpositionen, Schießhaltungen, Scheibenanordnung, etc. (Bei Standardübungen auf die richtige Bezeichnung der Übung achten; Schußstarke/schwache Hand und nicht rechte/linke Hand!)

12. Trefferaufnahme

Stagebeschreibung für die Rangeofficer anfertigen und am Stand auflegen. Die Trefferaufnahme für alle so einfach wie möglich machen (keine Abdeckungen, Löcher, winzige Scheiben, etc.). Den Zugang zu den Scheiben so frei wie möglich halten (einfache Trefferaufnahme/abkleben, Stahlziele leicht aufstellbar, etc.).

13. Stahlziele

Gut verankern um eine Verschiebung zu vermeiden (nach einem Tag Bewerb steht das Stahlziel ganz wo anders). Erleichtert auch das Kalibrieren. Nach jeder Squad neu lackieren. Splitterschutz nicht vergessen. Den unteren Teil des Stahlzieles mit Holz (Schweller) abdecken um Fehlschüsse in den Mechanismus zu vermeiden und das Umfallen zu sichern. Erspart viele Diskussionen.